Wir waren im Jahr 2016 auf Sint Maarten und haben die kleine Insel noch so erlebt wie sie vor dem verheerenden Hurrikan Irma war, der im September 2017 zu rund 90% die Infrastruktur der gesamten Insel zerstörte. Dabei wurde auch der Flughafen und der Hafen größtenteils zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte aber ziemlich rasch.
Sint Maarten ist eine Karibikinsel und ist Teil der Kleinen Antillen. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und gliedert sich in zwei Teile auf. Zum einen Saint-Martin im Norden, welche zu Frankreich gehört und der südliche Teil der Insel, welche zu den Niederlanden gehört. Die Amtssprache auf der Insel ist Niederländisch und Englisch. Die Insel liegt ca. 250 km von Puerto Rico entfernt und ist die kleinste dauerhaft bewohnte Insel der Welt. Sie wird während der Urlaubssaison gern von Kreuzfahrtschiffen angelaufen die im Hafen von Philipsburg vor Anker gehen.
Hier in der Karibik haben Frankreich und die Niederlande eine gemeinsame Grenze. Allerdings gibt es hier keine Grenzkontrollen. Es gibt her also auch zwei Sprachen und zwei Nationalitäten, Von daher also auch zwei unterschiedliche Währungen. Auf Sint Maarten, der niederländischen Seite, ist der karibische Gulden die Währung und der Euro in der französischen Hälfte. Aber man kann natürlich auf der ganzen Insel auch mit dem US-Dollar bezahlen.
Philipsburg ist die Hauptstadt auf der niederländischen Seite der Insel. In der vergleichbar kleinen Stadt laden verschiedenste Geschäfte zum zollfreien Bummel ein. Es gibt hier zwei parallel verlaufende Hauptstraßen, die durch mehrere Seitenstraßen miteinander verbunden sind. Von daher ist es kaum möglich sich zu verlaufen.
Am Stadtrand erstreckt sich ein circa 1 km langer Strand mit feinem, weißem Sand. Hier gibt es auch eine Promenade mit vielen Geschäften, Restaurants und Bars. Es lohnt sich durch die kleinen Straßen und Gassen zu schlendern.
Im 18. Jahrhundert wurde das Fort Louis erbaut. Es befindet sich oberhalb von Marigot, der französischen Hauptstadt der Insel. Von hier aus hat man einen sehr guten Blick auf die Stadt Marigot, den Hafen und die Bucht. Heute stehen nur noch Ruinen des ehemaligen Forts und ein paar alte Kanonen sind zu sehen.
Der Rotary Lookout Point ist ein wunderbarer Ort mit einer atemberaubenden Aussicht auf das Meer und auf die kleine Insel Caye Chateau. Bei Ebbe kann man das Meer überqueren, um diese Insel, oder auch die anderen kleinen Inselchen zu erreichen. Das Wasser hier ist kristallklar. Es befinden sich auch einige Informationstafeln am Strand, die Auskunft geben über das, was man hier vor Ort sieht.
Die Butterfly Farm liegt auf der französischen Seite der Insel. Es gibt hier hunderte von Schmetterlingen, welche frei herumfliegen zwischen blühenden Pflanzen und Bäumen. Der Raum ist so gestaltet, dass er natürliche Bedingungen nachbildet. Man sieht sehr viel, auch die Raupen und Puppen in den unterschiedlichsten Entwicklungsphasen. Eine angebotene Führung sollte man in Anspruch nehmen.
Der Strand in der idyllischen Bucht von Anse Marcel liegt im französischen Teil. Das Wasser ist hier türkisfarben und der Sand am Strand sehr fein und weiß. Da die Bucht geschlossen ist, ist auch das Meer hier sehr ruhig.
Marigot, die Hauptstadt der französischen Seite, ist eine Hafenstadt mit vielen Bauten im Kolonialstil. Man kann hier ebenso wie in Philipsburg zollfrei einkaufen. Der Markt findet um das Viertel um den Hafen und dem Anleger statt, wo viele selbstangebaute Produkte, tropische Früchte, Gewürze und frisch gefangener Fisch angeboten werden.
Auf Saint-Martin gibt es zwei hohe Berge. Der eine ist der Sentry Hil und der andere der Pic Paradis. Der Pic Paradis ist gut 70 Meter höher und erreicht eine Höhe von 418 Metern. Man kann mit dem Auto fast bis zum Gipfel fahren und hat von hier oben eine fantastische Fernsicht über die gesamte Insel. Aber nicht nur das, auch die benachbarte Insel St. Barths und die recht flache Insel Anguilla ist von hier oben aus zu erkennen.
Der Maho Beach befindet sich auf dem niederländischen Teil der Insel und ist für seine sehr niedrigen Überflüge bekannt. Die Lande- und Startbahn beginnt direkt an diesem Strand. Von daher kann man die Flugzeuge im tiefen Landeanflug direkt beobachten, wobei sie vielleicht noch so 20 bis 25 Metern über die Köpfe der Urlauber hinwegfliegen. Zur Information aller Schaulustigen werden die täglichen Flugzeiten am Strand auf einem Surfbrett aktualisiert.