La Gomera gehört zur spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife und liegt rund 1300 Kilometer vom spanischen und 300 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt und ist vulkanischen Ursprungs. Die höchste Erhebung findet man im Garajonay Nationalpark. Es ist der 1487 Meter hohe Berg Alto de Garajonay. Der Nationalpark bedeckt rund 10% der Insel und besteht überwiegend aus Lorbeerwäldern. Auch findet man hier bis zu 2 Meter hohe Farne und viele mit Moos bewachsene Äste und Bäume. Durch den Park fließen kleine Bäche und man sieht den ein oder anderen kleinen Wasserfall. Die Pfeifsprache der Gomeros, El Silbo, ist weltweit einzigartig und wird auch in den Schulen auf La Gomera gelehrt. Sie wurde und wird auch heute noch von den Bewohnern zur Verständigung genutzt, da sie den Vorteil hat über große Distanzen gehört zu werden.
Agulo liegt vor einer Steilwand oberhalb des Meeres und soll das schönste Dorf auf La Gomera sein. Das liegt an den alten Kolonialbauten und seinen verwinkelten Straßen, welche das Dorf als besonders anziehend erscheinen lassen. Agulo ist auch zugleich die kleinste der sechs Gemeinden. Hier wird überwiegend Landwirtschaft betrieben und auch der Anbau von Bananen steht im Vordergrund. Was man auf alle Fälle besuchen sollte ist der Mirador de Abrante, von wo aus man eine hervorragende Aussicht über die Landschaft hat. Bei klarem Wetter kann man von hier aus die Insel Teneriffa sehen und den Pico del Teide.
In rund 825 Metern Höhe liegt das kleine Bergdorf Arure mit seinen weißen Häusern. Arure gehört zu der Gemeinde Valle Gran Rey und ist einer der ältesten Orte auf La Gomera. Oberhalb der Siedlung befindet sich ein großer Stausee. Sehenswert in diesem kleinen Bergdorf ist die Kirche Parroquia Nuestra Señora de la Salud. Auch sollte man einen Blick vom Mirador de El Santo werfen, der sich bei der Brücke Barranco De Arure befindet. Die Aussicht ist einmalig.
Um mehr über den Nationalpark Garajonay zu erfahren sollte man sich die Ausstellung im Centro de Visitantes Juego de Bolas anschauen. Zu der Ausstellung gehört auch ein kleiner botanischer Garten. Es gibt hier nicht nur ein kleines Museum das etwas über die Fauna und Flora des Garajonay Nationalparks beschreibt, sondern man erfährt hier auch viel über die Wanderwege im Park, die zum einen gut angelegt und zum anderen auch deutlich markiert sind. Der Park ist von Schluchten durchzogen und mit Lorbeerwäldern bewachsen. Auch viele Bäche und kleine Wasserfälle befinden sich hier.
Vueltas ist ein Stadtteil von Valle Gran Rey und in dessen Hafen liegen viele kleine Fischerboote, aber auch größere Ausflugsschiffe vor Anker. Die Gassen hinter dem Hafen sind ziemlich verwinkelt. Hier findet man alte Häuser neben neuen Appartementwohnungen. Auch viele Restaurants, kleine Geschäfte, Cafés, Boutiquen und Bars sind hier zu finden. Autos findet man hier nicht, da die Gassen autofrei sind im Hafenviertel. Der Sandstrand Playa de Vueltas liegt geschützt direkt in der Hafenbucht, wo es auch seicht ins Wasser geht. Der zweite Strand, die Playa de Argaga, ist ein Kiesstrand und liegt am anderen Ende der Bucht.
In dem schönen Tal Valle Gran Rey, zu dem viele kleine Dörfer gehören (La Playa, La Calera, Vueltas und Borbalan) findet man auch die schönsten Strände auf La Gomera. Der Hauptstrand liegt in der Bucht zwischen La Puntilla und La Playa. Die als „Baby Pool“ bekannte Lagune liegt am Strand Chargo del Conde. Abends kann man sehr oft wunderbare Sonnenuntergänge genießen und der Trommelmusik an der legendären Casa Maria in La Playa zuhören. Im Valle Gran Rey findet man viele gemütliche Restaurants, Ferienwohnungen und Bars.
Ein sehr schöner Bezirk auf La Gomera ist der Ort Vallehermoso mit seiner sehenswerten Altstadt und der Kirche San Juan Bautista. Die Bevölkerung lebt überwiegend von der Landwirtschaft, aber hier wird auch der Palmenhonig (Miel de Palma), der Mistela (ein Likörwein) und der sehr schmackhafte Ziegenkäse hergestellt.
In dem Tal Hermigua liegt die gleichnamige kleine Stadt. Es wird hier überwiegend Landwirtschaft betrieben, wobei der Bananenanbau immer noch ein ganz wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Die Kirche Nuestra Señora de la Encarnación ist ein Wahrzeichen des Ortes.
Die Hauptstadt von La Gomera ist San Sebastian. Hier im Hafen legen auch die Fähren an, die die Insel mit Teneriffa, La Palma und El Hierro verbindet. Es gibt zwei wichtige Hauptstraßen die von San Sebastian ausgehen und auf der einen Seite der Insel zur Ortschaft Vallehermoso und auf der anderen Seite nach Playa Santiago und zum Valle Gran Rey führen.
Sehenswert ist auch die Altstadt von San Sebastian und der schön angelegte Park mit seinem sehr gut erhaltenen Festungsturm Torre del Conde. Das historische Rathaus befindet sich an einem belebten Marktplatz, dem Plaza de las Américas, welcher von großen Bäumen umgeben ist.
Der kleine Ort Playa Santiago ist ein ehemaliges Fischerdorf mit einem herrlichen Dorfplatz. An der Promenade findet man schöne, gemütliche Cafés, Restaurants und Bars die zum Verweilen einladen.
Oberhalb von Playa Santiago gibt es einen kleinen Inselflughafen. Hier können aber nur Kleinflugzeuge starten und landen. Die meisten Verbindungen bestehen von hier aus von und nach Teneriffa sowie Gran Canaria.
Auf Grund seiner Lage können die Los Órganos nur vom Meer aus betrachtet werden. Man fährt also erst einmal ein Stück an der Küste entlang bevor man an sein Ziel gelangt. Den Namen verdankt dieses Naturdenkmal seiner einzigartigen Felsformation, da die Säulen an riesige Kirchenorgeln erinnern. Diese Felsformation ist circa 87 Meter hoch und etwa 191 Meter breit.